Entgelttransparenzgesetz

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Entgelttransparenzgesetz

Wer zuerst spricht, gewinnt Vertrauen

Stefanie Kettler
Senior Consultant Strategie- und Change-Kommunikation

11.06.2026 — Ab 2026 gilt die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz. Wie Unternehmen kommunizieren, entscheidet über Akzeptanz oder Vertrauensverlust.

Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten müssen Gehaltsunterschiede künftig nachweislich begründen können. Viele bereiten sich auf das Entgelttransparenzgesetz juristisch und administrativ vor. Was dabei zu kurz kommt: eine Kommunikationsstrategie für den Moment, in dem Mitarbeitende anfangen zu fragen. Führungskräfte geraten dann unter Erklärungsdruck ohne abgestimmte Botschaften. HR übernimmt eine Verantwortung, die eigentlich Führungsaufgabe ist.

Was passiert, wenn Unternehmen schweigen

Bleibt Kommunikation aus, interpretieren Mitarbeitende, was sie sehen. Mitarbeitende vergleichen in informellen Gesprächen, über Netzwerke, mit Marktdaten, die heute für jeden zugänglich sind. Wer zu spät kommuniziert, kommuniziert gegen eine Wahrnehmung, die sich längst geformt hat.

Vertrauen schwindet in Form von Fluktuation, Employer-Brand-Schäden und sinkender Leistungsbereitschaft. Was als Compliance-Aufgabe begann, wird zum Vertrauenstest und zur Kulturaufgabe. Und beides lässt sich nicht nachholen.

Wer rechtzeitig eine tragfähige Kommunikationsarchitektur aufbaut, gibt Führungskräften Orientierung und Mitarbeitenden Verlässlichkeit.

Stefanie Kettler, Senior Change-Strategin

Wie wir Vertrauen schaffen

  • Mit Organisationsentwicklung und Systemdesign sorgen wir dafür, dass Kommunikation strukturell verankert wird, mit klaren Verantwortlichkeiten dafür, wer was wann kommuniziert. Denn Gehaltstransparenz ist kein einmaliges Thema. Sie braucht ein Kommunikationssystem, das dauerhaft Nachvollziehbarkeit schafft, nicht nur im Moment der Einführung.

  • Mit Changekommunikation und Positionierung entwickeln wir zielgruppengerechte Botschaften: Führungskräfte brauchen Rückhalt durch klare Positionierung. Mitarbeitende brauchen eine Sprache für Fairness, die nicht abstrakt bleibt. Und das Unternehmen braucht eine Kommunikationsarchitektur, die interne und externe Wahrnehmung konsistent hält, bevor andere die Deutung übernehmen.

  • Durch Führungskräftebefähigung geben wir Entscheidern Sprache für die schwierigsten Gespräche: Warum verdiene ich weniger als meine Kollegin? Was rechtfertigt diesen Unterschied? Diese Fragen kommen, und sie kommen persönlich. Wir bereiten Führungskräfte nicht auf Floskeln vor, sondern auf ehrliche, haltbare Antworten, die Vertrauen schaffen statt es zu beschädigen.

Lassen Sie uns die Grundlage schaffen, bevor die Fragen kommen.

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